Aus der Idee der Edition heraus und mit dem Ziel ein Experimentierfeld für Literatur Grafik und Gestaltung zu schaffen, ist die Literaturzeitschrift plumbum entstanden. Sie bietet Raum und Zeit für neue Literatur.
Zwischen 2002 und 2009 erschienen 10 Ausgaben. Jede Ausgabe präsentiert großzügig im Quadrat und auf 24 Seiten Lyrik und Prosa vereint unter einem von der Redaktion gewählten Thema. Bis zur Ausgabe Nr. 6 wurde der Text auf einer Linotype Setzmaschine im Bleisatz hergestellt, in den folgenden Ausgaben finden sich originalgrafisch gedruckte Illustrationen.

Die Literaturzeitschrift plumbum ist zum Preis von eur 8.- erhältlich,zzgl. Versandkosten
Bis auf die Nummer 4 sind noch alle Ausgaben lieferbar.
oder: NEU! plumbum bei tubuk.de

Derzeit sind keine literarischen Editionen geplant,
daher bitte ich von Texteinsendungen abzusehen.
Vielen Dank



nr. 10

mit:
Katharina Adler
Robert Creeley
Jeffrey Mc Daniel
Christopher Edgar
Dieter M. Gräf
Kenneth Koch
Juliane Liebert
Thomas Pletzinger
Simon Urban
Ron Winkler

plumbum nr. 10



Themenschwerpunkt: New York, originalgrafisch illustriert mit 15 Linolschnitten
der Illustrationsklasse Thomas Müller HGB





nr. 9

mit:
Isabella Breier
Jonas Philipp Dallmann
Mara Genschel
Christian Kreis
Bettina Hartz
Christine Hoba
Juliane Liebert
Udo Grasshoff






Juliane Liebert

lieber joe!

jetzt bin ich schon im 11. monat, und du bist noch immer nicht zurück. es geht uns soweit ganz gut, der kleine strampelt ab und zu und will heraus, aber ich lasse ihn natürlich nicht, nein! schließlich wolltest du doch bei der geburt dabei sein ... ach joe, wenn du sehen könntest, wie groß er schon geworden ist! wenn du wiederkommst, wird er vielleicht schon sprechen gelernt haben, joe, dann bin ich eine richtige bauchrednerin, hihi! denk nicht etwa, dass wir hier trübsal blasen, nein! dein frauchen malt sich jeden morgen ein hübsches gesicht auf ihren kopf und dann geht`s hurtig an die hausarbeit mit uns beiden. wenn du wiederkommst, joe, musst du dem kleinen aber ein schwesterchen machen, er ist so alleine hier drin, und auch ich fühle mich noch lange nicht erfüllt ... die wohnung ist freilich etwas eng, aber wenn wir dicht zusammenrücken, dann ist unter meinem herzen auch noch ein plätzchen für dich frei, dann sind wir eine richtige kleine familie, joe, dann lasse ich dich nie wieder fort, joe, freust du dich schon?

Christine Hoba

Gute Fahrt

ch trieb mit den anderen im Fluss, vielmehr trieb nicht ich, sondern die Bombe, ein etwa fünf Meter langes spindelförmiges Gebilde, auf dem ich mich zumeist liegend oder rittlings sitzend aufhielt.
Der Tag war schön, die Sonne schien auf die sanft gehügelte Landschaft, Weiden und Sträucher waren auf diesem Abschnitt des Flusses bis nahe an das Wasser gewachsen. Natürliche Buchten waren zu sehen, in denen sich weißer Flusssand angesammelt hatte. Die Landschaft schien nicht nur ich zu genießen. Im Wasser, ich überholte sie nur langsam auf meinem Gefährt, schwammen Menschen, meist noch so, wie sie von der Arbeit oder ihren Beschäftigungen gekommen waren, in leichten Straßenkleidern. Ich sah ihre zufrieden in die Sonne blinzelnden Gesichter.
Meine eigene Arbeit war leicht. Der Ingenieur, der mir die bemannte Flussbombe erklärt hatte, hatte Recht behalten. Ich hatte nichts zu tun, als oben auf zu sitzen. Das in die Bombe gebaute Navigationssystem lenkte sie von ganz alleine durch die Biegungen des Flusses. Ich musste nicht befürchten, in irgendeiner Böschung hängen zu bleiben.
Um die Bombe laufend, und mit seiner Hand hierhin und dorthin auf ihren makellos glänzenden Körper zeigend, nannte er mir alle technischen Finessen in ihrem Inneren, deren Höhepunkt ein Zufallsgenerator war, der nach Fertigstellung der Bombe die Mechanik der Zeitschaltuhr, mit der sich die Bombe selbst zünden würde, in Gang setzt. Eine Uhr, die vielleicht nur Minuten, vielleicht auch noch ein ganzes Jahrhundert ticken würde.
Die sogenannte Bemannung, erzählte mir der Ingenieur, sei eigentlich völlig sinnlos. Die Bombe könnte genauso gut alleine fahren wie irgendein moderner Zug der Untergrundbahn. Es ginge einzig um das Vertrauen. Wäre die Bombe bemannt, würden die Menschen zutraulich neben ihr schwimmen, ganz egal zu welchem Zeitpunkt der Zufallsgenerator die Zündung auslösen würde. Es wäre auch gleichgültig, sagte der Ingenieur, ob ich auf der Bombe reiste, oder einige hundert Kilometer von ihr entfernt mich aufhielte. Die Explosion würde sowieso alles, ob Fluss, ob Berge, ob Städte, in einem Umkreis von zweitausend Kilometern auslöschen. Eine bisher unerreichte Sprengkraft, setzte er glücklich hinzu.


fehl•farben

mit:
Hans Georg Bulla
Lisa Elsässer
Marius Hulpe
Stan Lafleur
Svantje Lichtenstein
Raik Pieszek
Kerstin Preiwuss
Tobias Premper
Anja Kampmann
Armin Steigenberger
Fritz Sauter
Thien Tran
Andre Schinkel
Ron Winkler



sonderausgabe:
preis-wert

mit:
Katharina Bendixen
Anja Kampmann
Carl-Christian Elze
sechs Seiten, eur 5.–





plumbum erhält den V.O. Stomps Preis der Stadt Mainz

Anläßlich der diesjährigen Mainzer Mnipressenmesse bekam die
Literaturzeitschrift plumbum den V.O. Stomps Preis der Stadt Mainz verliehen

"Die Stadt Mainz verleiht in Andenken an den Verleger, Schriftsteller und Literaturförderer V.O. Stomps alle 2 Jahre einen nach ihm benannten Preis. Mit diesem Preis werden Qualität und persönliches Engagement im Bereich der Kleinverlagsszene gewürdigt. Diese Auszeichnung gilt nicht dem wirtschaftlichen Erfolg, sondern solchen Leistungen, die unter den schwierigen Bedingungen kleinverlegerischen Arbeitens besonderes Talent und Einfallsreichtum erkennen lassen." (mehr unter: www.minipresse.de)

Wir bedanken uns herzlich! Zur Messe ist die plumbum – Sonderausgabe
preis–wert entstanden:


gestern:

kulissenbau

Diesmal mit:
Marat Abrarov
::: S.U. Bart
::: René Becher
::: Katharina Bendixen
::: Ruth Johanna Benrath
::: Dominik Dombrowski
::: Thomas Hornisch
::: Adrian Kasnitz
::: Daniel Kindslehner
::: Bärbel Klässner
::: Jürgen Landt
::: Joachim Nehmer
::: Anke Wenzel

Illustriert von Roland Berger




Leseproben

Anke Wenzel
irrlicht I


seemann
hört im saum zikaden sirren
weberknechte spinnen die netze
spinnen die netze
in seinem haar

da riecht es nach schlamm nach alten maränen
da laicht zuweilen ein plötz
seine kiemen belegt belegt seine zunge
seemann

er steht im fisch bis zum hals


S:U: Bart : Piotrs Party

Polen ist dunkel. Aber Polen hat seine lichten Momente. Im Winter ist Polen ganz besonders dunkel. Und auch im Sommer, wenn die Sonne früh morgens strahlend auf- und spät abends mit einem furiosen Schauspiel flüssigen Goldes und leuchtenden Rotes untergeht, auch an diesen Sommertagen ist Polen dunkel. Wo sonst auf der Welt wird ein Wein mit einer scharfen, kratzigen Zigarette im Korken verkauft, an der man nach jedem Schluck einen Zug nimmt, um den schlechten Geschmack des Weines loszuwerden?




Bärbel Klässner

Es war auf der veranda

zum trocknen ausgelegt:
Annas verweintes kleid das
schicksal der mütterlichen
linie einige wenige essbare
fische ein paar münzen
für tabak die post

Die hand mit der vulva
förmigen wunde

Die ungläubigen finger
mitten im schmerz

Unters dach der veranda
war zum trocknen gehängt
das glatte kühle schwarz
weiße geschehen
zurückgenommen
ins bild

Adrian Kasnitz

pizza vongole (so als ob)

ich aß eine pizza vongole mit einem dichter
kollegen. tat so, als ob die gedichte, die verse
mir bekömmlich seien. ich biß mit appetit.
mir gefiel das deftige, wenn›s deftig wurde.
ich lobte die kräuter, das salz, das sich sträubte
nicht aufgehen wollte im maßvollen geschmack.
selbst wenn eine stelle, den rand zum beispiel
oder den boden, eine verbrannte kruste zierte
pries ich das ganze, wissend vom bruch, silben
verschlingend. oft kratzte ich den gaumen an
natürlich schmerzte es, aber es war eine art
von schmerz, die etwas größeres repräsentierte.



Und an Land

kommst Du nie

Diesmal mit:
Constanze John
::: Simone Hirth
::: Mareike Schneider
::: Johannes Beilharz
::: Luise Boege
::: Adel Karasholi
::: Ulrike Almut Sandig
::: Claudius Niessen
::: Fritz Sauter
::: Achim Wagner
::: Brit Moulien
::: David Ryha
::: Daniel Ketteler

Illustriert von Machtelt Van Thiel und Sven Riemer






Aufgetaucht (Leseproben):

Mara Schneider : See, ein großes Aquarium
Eher ein Teich. Darin die Goldfische, lassen das Wasser wie flüssiges Feuer erscheinen. Solche Bilder sind für die Ewigkeit, du siehst sie nur einmal. denke ich, dann kommen fünf Personen im Fünfminutentakt um die Fische zu füttern, mit schimmligem, trocknem, alten Brot, und mir ist, als hätte ich eine Postkarte davon gekauft.

Luise Boegner: Finistère
Die Großmutter und der Großvater sitzen auf der Veranda und trinken Kaffee. Ich stelle meine Tasche auf der Dorfstraße ab, schwinge mich über den Zaun, schiebe mit den Füßen die fauligen Äpfel beiseite, inspiziere das Gras nach Wespen und lass mich fallen. Der Großvater steht auf und kommt durch die Apfelbäume zu mir. Er legt mir die Hand auf den Arm, wie das seine Art ist, ich breche in Tränen aus, wie das meine Art ist. Der Vater steht jetzt auch in der Glastür, er schaut schläfrig in der lauen Luft umher und sagt, so eine Überraschung, du kannst unterm Dach schlafen.

Fritz Sauter : Geschichten vom Meer
7)
Wie ein Fels in der Brandung, wie man so sagt.
Also stand der Papa wie ein Fels in der Brandung in Erwartung
des Grossen Fisches.
Als er lange genug gewartet hatte, schwamm der Grosse Fisch
zum Papa heran und verschlang ihn mit Haut und Haar und Badehose.
Infolgedessen nun sprach unser Papa feierlich das Zauberwort über
seine feuchten Lippen im Rumpf des Grossen Fisches,
und dieser spuckte ihn sogleich wieder aus
mit der Warnung, sich nie wieder als Fels in der Brandung zu gebärden.


Achim Wagner : see fahrt

liebesgesindel sind wir
auf dem weg zu den
großen wasserfällen
matrosin wenn du liegst
schimmert deine haut
balzfarben auf
brüchigen planken
biegen sich unsere leiber


Die Städte und Du, Ihr seid eins

Diesmal mit:

Daniel Dexter
:: Fritz Sauter
::: Amber Rusalka Reh
:::: Viktor Kalinke
::::: Babette Dieterich
:::::: Marlen Pelny
::::::: Thomas Schweisthal
:::::::: Thomas Kunst

Nr 5 Frühjahr 2005




Aus dem Stadtdschungel:


Daniel Dexter : Moment für Moment
Der Verkehr unter ihr kam nur mühsam von der Stelle. Die Autos reihten sich auf wie Plastikketten: gelbe, rote, blaue, schwarze Autos; kleine, große, riesige Autos; Autos mit Sternen vorne drauf, graue Wolken hinter sich her ziehend. Konnte man das, von hier oben gesehen, wirklich einen Stau nennen? Für Marisa glich es eher einer ausgeklügelten Choreographie farbiger Buchstaben und Symbole, die zwangsläufig das ganze wohlgeordnete Chaos zum Ausdruck brachten, welches Tag für Tag die Prager Straßen bestimmte.

Fritz Sauter : Erzählung von einem der nicht da war
1.
Ein Mann, von dem die Rede ist, hatte vergessen, wie sein
Name war. Da lief er durch alle Strassen und fragte jeden
zufällig Daherkommenden nach seinem Namen.
Aber niemand wusste ihn.

Amber Rusalka Reh

Requiem auf Städte III

-über die Parks-
Vergebens äugst du nach Laub und Geäst in den Städten. Auch Eulen sind selten, noch rarer die Bären und moosigen Bäche. Kaum, dass du eine Stubenfliege gezähmt, krepiert sie schon am Natamycin deines Discounter-käses.

Viktor Kalinke

Piazza Santa Maria Novella

Wettrennen um zwei marmorne
Obelisken : sündhaft enger Raum
die Spucke flog zentrifugal aus den Mäulern
der Rosse : gesegnet vom winzigen
Kreuz auf der grünweißen
Fassade der Santa Maria Novella
anno 1470 : heute lagern
Spieler und Dealer auf dem dürren
Gras : die Rennbahn
ist asphaltiert : für die Motorroller
ihr Knattern : Orgelersatz
im Zeitalter des Petroliums

Babette Dieterich
Er hatte ihn liegen gelassen. Mal wieder. Wie oft war ihm das bereits passiert? Er zählte es nicht mehr und schwor sich, nur noch billige Modelle zu kaufen und immer einen auf Vorrat zu haben. Ich bin eine wandelnde Witzfigur, sagte er zu sich, der Schirm, mal wieder, und auch noch ein Knirps. Schon als Knirps, der rote Ball. Diese Assoziationen, er lachte in sich hinein.

Marlen Pelny
Wir gehen noch schnell zum Kiosk, und kaufen Zigaretten. Ich frage dich was du da machst, als du dir Kaugummis in die Tasche steckst. Du gehst raus, und lässt schon mal den Motor an. Mercedes hatten wir noch nicht...




"Du hast den Himmel

fern gemacht!"

begleitet den Leser in kosmische und andere himmlische Welten.

Diesmal mit:

Steffen Birnbaum
Johannes Beilharz
Carl-Christian Elze
Wolf Krause Zwieback
Nicole Langbein
Selim Özdogan
Bertram Reinicke
Ulrike Almut Sandig
Georg Walz

illustriert von Miriam Zedelius

vergriffen

Nr. 4 Herbst 2004



Aus dem Inhalt:


Steffen Birnbaum : 21.7.1969
...löst das Rätsel, wer wirklich die ersten Menschen auf dem Mond waren.

Selim Özdogan : Traumwärts
Manchmal, wenn man zurückblickt, hat man das Gefühl, daß sich alles zusammengefügt hat. Daß es einen Plan gab und daß man eine Aufgabe zu erfüllen hat.Als ich Rahel kennenlernte, arbeitete ich beim Paketdienst. Ich hatte gedacht, es würde mir gefallen mit einem Bus durch die Gegend zu fahren und Musik dabei zu hören, aber ich rauchte zwei Schachteln am Tag und kam dauernd zu spät.Ich würde mich bald nach etwas neuem umsehen müssen, aber es war nichts, was mich gereizt hätte. Ich hatte schon vieles ausprobiert, aber fast nichts hatte mir gefallen. Zuerst stellte ich mir die Arbeit meistens schön vor, aber wenn ich erstmal dabei war, konnte ich es kaum ertragen.

Nicole Langbein : Die glücklichen Mädchen

Zu Zeiten der Kiserin Klematis lebten die glücklichen Mädchen. Sie wohnten im schlosslosen Garten, einem Garten, der alle Gärten dieser Erde in den Schatten stellte....





"Q - quäl dich nicht,
spiel mit mir"

wird den Leser in die Welt des verQueren kuriosen und mitunter auch verspielten entführen.

Diesmal mit:

Julia Adler
Babette Dieterich
Stichting Grotesque
Wolfgang Krause-Zwieback
Katja Oskamp
Dirk Schulte
Tobias Schulz
Oliver Schwerdt
Stephan Thomas

illustriert von Michael Blümel

...passend zum Thema diesmal quadratisch...

 
Nr. 3 Frühjahr 2004



Aus dem Inhalt:

Tobial Schulz, Der Stockwerke Countdown:
Das 13. Stockwerk. Eine unbedachte Bewegung. Es geht abwärts durch das ganze Heft...

Dirk Schulte, Von Kanthölzern und Katzen:
"Heute ging ich einfach nicht zur Arbeit. Ich meldete mich nicht krank. Dabei befand ich mich auf dem Weg zur Arbeit und kam wie jeden Morgen am Bahnhof vorbei. Und irgendetwas sagte mir, dass ich auf den Bahnhof unserer kleinen Stadt zu fahren und mein Fahrrad unter einem der Fenster der Bahnhofsgaststätte abstellen sollte."

Rattert, tattert, Packeis... Ingrid Ingulfwieher und der euphorium Verlag

Bebette Dieterich, Quergestreift:
Präsentiert: Das Mädchen mit dem quergestreiften Rock

Wolfgang Krause Zwieback, Windjackeninselfrau, DieStadt schläft nicht und Das 5. Rennen:

"Das 5.Rennen!
Der Starter hebt die Flagge.
Die Startmaschine blitzt im Sonnenlicht. Und. –
Da! Die Jockeys"

Stichting Grotesque fragt:
Wer ist hier das Q?

Katja Oskamp, Die Schlußkurve des Dr. Q:
Die bizarre Welt des Dr. Q und die letzten Stunden der "Queen von Quedlinburg".

Julia Adler, Quittengelee:
"Du kommst spät.
Es war viel zu tun heute.
Du riechst nach einer Frau.
Fängst Du schon wieder an ?
Ich weiß nicht."

Stephan Thomas, Ansichtsache:
"Regen tröpfelte langsam an die Scheibe. Gedämpft, aber unerbittlich drang Musik aus dem Nebenraum. Der junge Unbekannte starrte auf die Tasse, an deren Rand an zwei Stellen ein kleines Stück abgeschlagen war. "Ich muß mich in den Griff bekommen", dachte er, unterbrach das Schreiben und blickte nach vorn ins Leere, auf die Schreibtischlampe zu. "

Illustriert von Michael Blümel:



Quintus Querulantus



Das Thema der zweiten Ausgabe
ist die Liebe. Lyrik und Prosa
von skuril bis leidenschaftlich,
illustriert von Lutz Hirschmann
Autorinnen und Autoren:
Christoph Abée,
Carl-Christian Elze,
Franz Frohberg, Susanne Gölitzer,
Ralph Grüneberger, Falko Hennig,
Norbert Lange, Jörg Schnabel,
Roger Troks
 
Zoozeit vereint Texte, die sich in
Zoo und Zeit bewegen und dabei
aus verschiedenen Perspektiven
Blicke auf das Tier und den Menschen werfen.
Von: Carl-Christian Elze,
Susanne Gölitze, Paul Markwitz,
Claudius Niessen, Norbert Lange
 
In der - rein typografisch
illustrierten "Nullnummer" können
sie eintauchen in die Zeit - mal
schnell mal langsam, mitunter
unterhaltsam mit Lyrik und Prosa
von: Carl-Christian Elze,
Shenja Keil, Nathalie Schmid,
Steffen Mensching